Wappen von InnsbruckInnsbruck ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Tirol in Österreich. Sie liegt im Inntal an der Alpen-Transit-Strecke Brenner (Auto- und Eisenbahn) nach Südtirol (Italien). Der Name leitet sich von Inn und Brücke ab (Brücke über den Inn). Innsbruck ist mit 121.329 (Stand 1. Jänner 2012) Einwohnern nach Wien, Graz, Linz und Salzburg die fünftgrößte Stadt Österreichs, im Ballungsraum Innsbruck leben etwa 190.000 Menschen, dazu kommen etwa 30.000 Studenten und andere Nebenwohnsitzinhaber und täglich rund 3.000 Nächtigungen von Städtetouristen.

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt ist eingegrenzt von der Nordkette des Karwendelgebirges im Norden und von den Vorbergen der alpinen Zentralkette (Patscherkofel) im Süden. Westlich von Innsbruck (Kematen) wird das Inntal von der vorgelagerten Martinswand in ein westliches (Ober-) und ein östliches (Unterinntal) Tal getrennt.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Zum Stadtgebiet gehören neben dem bebauten Talboden noch der Teil der Nordkette vom Kleinen Solstein (2.637 m) bis zur Rumer Spitze (2.454 m) und dahinterliegend das vom Gleirschbach (der in die Isar mündet) durchflossene Samertal mit der Möslalm und einem Teil der Gleirsch-Halltal-Kette (die 2.641 m hohe Westliche Praxmarerkarspitze bildet dabei den höchsten Punkt des Stadtgebiets). Dieses Gebiet ist auf Fahrwegen nur von Scharnitz her erreichbar, wobei eine Rechtmäßigkeit der Aneignung dieser über der Wasserscheide liegenden Gemeindegebiete durch die Stadt Innsbruck (Gemeindegebiet von Scharnitz) bisher unklar ist.[1] Die Ausdehnung der Stadt Innsbruck von West nach Ost erstreckt sich über einen großen Teil des Inntals.

Im Süden dehnt sich das Stadtgebiet über einen Teil des südöstlichen “Mittelgebirges” bis zum Abhang des Patscherkofels (2.246 m) aus, der jedoch nicht mehr dazugehört.

Hydrogeografie

In dieser Liste sind alle Gewässer angegeben, die auf dem Stadtgebiet von Innsbruck liegen:

Zuflüsse zum Inn

  • Geroldsbach von (Götzens)
  • Kranebitter Lohbach mit Gießenbach
  • Höttinger Bach
  • Fallbach (Innsbruck)
  • Weiherburgbach
  • Weissbach (Innsbruck)
  • Lanser Bach
  • Mühlauer Bach
  • Sill mit dem in der Sillschlucht einmündendem Viller Bach

Im Karwendel

  • Gleirschbach (fließt im Hinterautal in die Isar)
    • Angerbach (Gleirschbach)

Sonstige Gewässer

  • Baggersee Rossau
  • Großer Weiher
  • Rapoldi-Weiher
  • Kleiner Weiher

Einwohnerentwicklung

Hinweis: Früher wurden Haupt- und Nebenwohnsitze gezählt. Für die Volkszählung 2001 durften nur mehr Hauptwohnsitze erfasst werden. Zum Beispiel mussten Studenten aus Vorarlberg sich deklarieren, wo ihr Hauptwohnsitz ist. Wählten diese ihre Vorarlberger Gemeinde, so wurden diese Studenten nicht mehr als Innsbrucker Einwohner erfasst, obwohl sie hier lebten. So ergibt sich dieser „Knick“ in der Bevölkerungsentwicklung zwischen 1991 und 2001. Haupt- und Nebenwohnsitze ergeben heute 141.405 Einwohner (Dez. 2009)

Stadtgliederung

Innsbruck gliedert sich in neun Katastralgemeinden, die aus ehemals selbständigen Gemeinden oder Gemeindeteilen gebildet wurden. Sie haben jedoch keine eigenständige Verwaltung. Das Stadtrecht der Landeshauptstadt Innsbruck 1975 erlaubt die Einteilung des Gemeindegebiets in Stadtbezirke, davon wurde aber bisher kein Gebrauch gemacht. Für den dörflichen und räumlich eigenständigen Stadtteil Igls wurde ein Stadtteilausschuss gegründet. Ebenso hat der 1940 eingemeindete Stadtteil Arzl Ende 2007 einen eigenständigen Stadtteilausschuss eingerichtet.

 

Die Katastralgemeinden sind noch in Statistische Bezirke unterteilt, die zum Teil auch im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet werden. Eine Ausnahme stellt der Stadtteil Hungerburg dar, welcher auf zwei Katastralgemeinden aufgeteilt ist.

Folgend sind die Katastralgemeinden mit einer Unterteilung in weitere Stadtteile angegeben:

  • Innsbruck (Innenstadt): Altstadt, Dreiheiligen, Saggen, St. Nikolaus, Mariahilf
  • Wilten: Mentlberg, Sieglanger, Wilten West
  • Pradl: Pradler-Saggen, Reichenau, Tivoli (seit 2008)
  • Hötting: Höttinger Au, Hötting West, Hungerburg (Hoch-Innsbruck), Sadrach, Allerheiligen, Kranebitten
  • Mühlau: Hungerburg (Hoch-Innsbruck),
  • Amras: Roßau
  • Arzl: Neuarzl, Olympisches Dorf
  • Vill
  • Igls

Eingemeindungen

  • 1904: Pradl (von Amras abgetrennt) und Wilten
  • 1938: Hötting, Mühlau und Amras
  • 1940: Arzl
  • 1942: Vill und Igls

Klima

Die durchschnittliche Temperatur beträgt 9,7 °C[2], der jährliche Niederschlag 912,1 mm.[2] Die wärmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 18,1 bzw. 17,4 °C und die kältesten Dezember und Jänner mit −1,1 bzw. −2,8 °C im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit durchschnittlich 137,2 mm, der geringste im Februar mit durchschnittlich 41,4  mm.

Innsbruck hat im Allgemeinen ein gemäßigtes Klima, jedoch mit teils alpinem Charakter. Sehr bekannt ist das Wetterphänomen des Föhns, der durch die Nord-Süd-Ausrichtung des Wipptales begünstigt wird. Dieser Fallwind kann in allen Jahreszeiten auftreten, jedoch häufiger im Herbst. Die Windgeschwindigkeiten können in Innsbruck 120 km/h erreichen und am nahe gelegenen Patscherkofel bis zu 200 km/h. Tritt der Föhn im Winter auf, dann kann die Temperatur durchaus knapp 18 °C erreichen.

Geschichte

Besiedlungsspuren aus dem Innsbrucker Stadtgebiet lassen sich bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen. Vorrömische Ortsnamen und Urnengräberfelder in Wilten, Amras, Hötting und Mühlau sowie Funde aus der Latènezeit am Adolf-Pichler-Platz in der Innenstadt zeigen, dass das Innsbrucker Becken seit mehr als 3.000 Jahren durchgehend besiedelt ist.

Im Zug der Grenzsicherung im Norden und der Eroberung der Räter und Noriker legten die Römer unter Kaiser Augustus zum Schutz der Reichsstraße Verona – Brenner – Augsburg um 15 v. Chr. die Militärstation Veldidena (Wilten) an, die um 600 während der Völkerwanderung zerstört wurde. Nach dem Zerfall des römischen Reichs kam das Gebiet zunächst unter baierische Hoheit, bevor es ab 788 mit der Einverleibung des baierischen Herzogtums im fränkischen Reich Karls des Großen aufging. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Gebiet um Innsbruck wieder ein Teil des neugegründeten Herzogtums Bayern und in späterer Folge unter der Herrschaft der Grafen von Andechs.

Hochmittelalter

Im Jahr 1133 errichteten die Grafen von Andechs am linken Innufer einen Markt (heute St. Nikolaus), der durch Graf Berchtold V. von Andechs in den 1170er Jahren über die Innbrücke mit dem anderen Innufer verbunden wurde.[3] 1180 erwarben die Andechser vom Stift Wilten durch einen Tauschvertrag auch ein Grundstück am südlichen Innufer. Aus diesem befestigten Markt- und Handelsplatz entstand das erstmals 1187 urkundlich erwähnte und mit dem Marktrecht ausgestattete „Insprucke“. Der lateinische Name Innsbrucks Oeni Pons oder Oenipontum (von oenus Inn und pons Brücke) ist darauf zurückzuführen. Zwischen 1187 und 1205 erhielt der Markt schließlich das Stadtrecht, das Einfluss und Reichtum durch Zolleinnahmen brachte, da der gesamte ostalpine Handelsverkehr nach Italien über den Brenner von nun an seinen Weg durch Innsbruck und über die Innbrücke nahm. 1239 wurde das bestehende Stadtrecht bestätigt und erweitert.[4] Nach dem Tod des letzten Grafen von Andechs, Otto VIII., kam das Gebiet im gleichen Jahr in den Besitz der Grafen von Tirol, die 1286 von Rudolf von Habsburg zu Landesfürsten erhoben wurden.

Spätmittelalter

Das Stadtsiegel und -wappen zeigen die Innbrücke in Vogelperspektive und wurden ab 1267 verwendet.

Durch einen weiteren Tauschvertrag mit dem Stift Wilten konnte die Stadt 1281 um die Neustadt erweitert werden (heutige Maria-Theresien-Straße ungefähr bis zur Meranerstraße).

Die Brennerstrecke (Via Raetia) war bereits um 1300 befestigt und weitgehend mit Wagen befahrbar, während die anderen Alpenübergänge, wie die Via Claudia Augusta noch längere Zeit nur mit Saumtieren begehbar blieben.

Ebenfalls um 1300 wurde das Stadtspital in der Neustadt errichtet und erhielt am angrenzenden Areal um den heutigen Adolf-Pichler-Platz das Begräbnisrecht am sogenannten Innsbrucker Spitalsfriedhof.

1363 übergab Margarethe Maultasch, die letzte Gräfin von Tirol, das Land an die Habsburger – Innsbruck wurde österreichisch.

Herzog Friedrich IV. (Friedrich mit der leeren Tasche) machte Innsbruck 1420 zur Residenzstadt und ließ die Lauben und den Hofgarten anlegen. Der Stadtturm (1442-50 an das 1358 erbaute Alte Rathaus angebaut), die Hofburg (1456), das Goldene Dachl (1497/98-1500) und die Ottoburg (1495) wurden gebaut.

1485 fanden auf Betreiben des Inquisitors und späteren Verfassers des Hexenhammers, Heinrich Institoris, Hexenprozesse statt, die wegen schwerer Verfahrensmängel im selben Jahr eingestellt wurden.

Frühe Neuzeit

Während der Regierung Maximilians I., der mit seinem Hof oft in der Stadt weilte, stieg Innsbruck zu einem politischen und künstlerischen Zentrum des Reiches auf. Davon zeugen neben dem um etwa 1500 erbauten Zeughaus, das zur damaligen Zeit eines der bedeutendsten Waffenlager Europas darstellte, auch das Goldene Dachl sowie die heute noch erhaltenen, gotischen Grundmauern der Hofburg. Von Maximilians Enkel Ferdinand I. wurde zwischen 1553 und 1563 die Hofkirche mit dem leeren Grabmal Maximilians (Kenotaph) errichtet, in welcher die zwischen 1509 und 1550 gegossenen ’’Schwarzen Mander’’ aufgestellt wurden. Des Weiteren wurden im Zuge der Gegenreformation auf Betreiben Ferdinands von den Jesuiten unter Petrus Canisius 1562 ein Jesuitenkolleg und eine Lateinschule gegründet, das heutige Akademische Gymnasium, welches damit das älteste Gymnasium Westösterreichs ist.

Durch die Innauen wurde 1585 eine Straße von Mühlau nach Hall angelegt, die von noch heute erhaltenen Wegsäulen gesäumt ist.

Als erstes festes Opern- und Theaterhaus im deutschen Sprachraum wurde 1629-30 von Leopold V. die Dogana errichtet, an deren Stelle heute das Kongresshaus Innsbruck steht.

Mit Erzherzog Sigmund Franz starb 1665 die Tiroler Linie der Habsburger aus. Das bedeutete zwar das Ende Innsbrucks als Residenzstadt, dadurch blieb aber das gotische Stadtbild der Altstadt erhalten.

Kaiser Leopold I. gründete am 15. Oktober 1669 die Universität Innsbruck mit vier Fakultäten. Nachdem sie zweimal aufgelöst und wieder eröffnet wurde, werden die Philosophische und die Juridische Fakultät 1826 durch Kaiser Franz I. endgültig wiedererrichtet.

Moderne

Obgleich sich schon seit 1420 die Residenz des Landesfürsten in Innsbruck befand, trat die Stadt am Inn erst 1849 offiziell die Nachfolge von Meran als Landeshauptstadt Tirols an. Ab 1858 führte die Eisenbahn über Kufstein und Rosenheim nach München, 1867 über den Brenner nach Bozen (Brennerbahn) und 1884 über den Arlberg (Arlbergbahn). In der Folge entwickelte sich rasch der Fremdenverkehr.

20. Jahrhundert

1904 wurde Innsbruck mit Fulpmes durch die Stubaitalbahn verbunden, 1912 mit Garmisch-Partenkirchen durch die Mittenwaldbahn. Beide Bahnen wurden von Josef Riehl geplant. Durch die Bahnstrecke München – Garmisch-Partenkirchen, sie setzt sich zusammen aus der Mittenwaldbahn und der Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen, erhielt Innsbruck die zweite Bahnverbindung nach München.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde Innsbruck von italienischen Truppen besetzt, welche im Dezember 1920 wieder abzogen. Die Stadt erlitt durch die Truppen keinerlei Schäden.

Die Zwischenkriegszeit war auch in Innsbruck geprägt von gewalttätigen Auseinandersetzungen der unterschiedlichen politischen Lager. Der heftigste Fall wurde die Höttinger Saalschlacht des Jahres 1932.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Innsbruck 22 Mal von den Alliierten bombardiert, am 16. Dezember 1944 wurde dabei auch der 1717–1724 auf romanischen und gotischen Vorgängerbauten errichtete Innsbrucker Dom schwer beschädigt. Bei Kriegsende war Innsbruck eine der wenigen Städte Österreichs, die kampflos durch Widerstandsgruppen den US-Truppen übergeben wurde. Die Besetzung erfolgte am 3. Mai 1945.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Innsbruck zur französischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegsösterreich. Von der Militärverwaltung wurde auf dem Gebiet eines ehemaligen Militärlagers ein DP-Lager für sogenannte Displaced Persons eingerichtet.

Am 15. Jänner 1948 wurde der Innsbrucker Flughafen nach der Verlegung von der Reichenau auf die Ulfiswiese in der Höttinger Au neu eröffnet. Nach dem ersten Linienverkehr noch im Zweiten Weltkrieg nach München wurden 1950 die ersten Linienflüge von KLM angeboten. Am 1. Juli 1983 wurde in Innsbruck der erste österreichische Notarzthubschrauber Christophorus 1 in Dienst gestellt. Der Flughafen spielt besonders im Winter eine große Rolle im Incoming-Tourismus mittels Charterflug. Im Sommer dagegen gibt es viele Charterflüge für die einheimische Bevölkerung, insbesondere nach Spanien und Griechenland.

Innsbruck war zweimal Austragungsort der Olympischen Winterspiele (Olympische Winterspiele 1964 und Olympische Winterspiele 1976) sowie der Winter-Paralympics (1984 und 1988). Innsbruck war damit die einzige Stadt, in der innerhalb von zwölf Jahren zweimal Olympische Spiele ausgetragen wurden. Mitte der 1990er Jahre gab es Initiativen, die Olympischen Winterspiele ein drittes Mal nach Innsbruck zu bringen, 2006 wurden die Initiativen nach einer Volksbefragung aber fallen gelassen. Alle Tiroler Bezirke hatten sich dafür ausgesprochen, die Bewohner von Innsbruck allerdings dagegen.

1974 wurde die elektrische Überlandstraßenbahn nach Hall eingestellt. Innsbrucks Altbürgermeister Alois Lugger bereute diesen Schritt später als den größten Fehler in seiner Amtszeit.

Nach dem Anschluss Südtirols an Italien war Innsbruck in den 1960er und 1970er Jahren Aktionsbasis für viele Südtirol-Aktivisten, die versuchten, Südtirol von Italien loszutrennen und wieder an Österreich anzuschließen.

1988 feierte Papst Johannes Paul II. in Innsbruck eine Freiluftmesse im Bergiselstadion.

1999 kam es beim größten Snowboard-Spektakel der Welt, dem Air & Style Contest im Bergiselstadion, zu einer Massendrängerei, in deren Folge sechs Jugendliche getötet wurden. Daraufhin wurden das Stadion und auch die Schanze (siehe unten) neu gebaut. Im gleichen Jahr wurde auch das Innsbrucker Krematorium als Erstes im Land Tirol im Stadtteil Amras in Betrieb genommen[5].

21. Jahrhundert

Die Medizinische Fakultät der Leopold-Franzens-Universität, eine der vier ursprünglichen Fakultäten, wurde Anfang 2004 zur zweiten eigenständigen Innsbrucker Universität, der Medizinischen Universität Innsbruck.

2005 fand in Innsbruck zum zweiten Mal die Universiade statt. Außerdem war Innsbruck in diesem Jahr, neben Wien, Austragungsort der Eishockey A-WM.

2008 war Innsbruck ein Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2008, welche von Österreich und der Schweiz gemeinsam ausgerichtet wurde und alleiniger Gastgeber der Eishockey-WM (Division I). Zudem war die Stadt einer der Austragungsorte der Handball-Europameisterschaft 2010 und der Volleyball-Europameisterschaft 2011.

Ende Jänner 2012 fanden in der Tiroler Landeshauptstadt, der Olympiastadt von 1964 und 1976, die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele statt.[6]

Am 15. April 2012 fand nicht nur die Gemeinderatswahl statt, sondern erstmals auch die des Bürgermeisters in einer Direktwahl.[7]

Architektur und Stadtentwicklung

Im Zuge des Wiederaufbaus ab 1948 und im Vorfeld der Austragung der Olympischen Spiele 1964 und 1976 entstanden neue Stadtteile wie die Reichenau und das Olympische Dorf.

1973 wurde das Kongress- und Konzerthaus, ein Veranstaltungs- und Messezentrum mit internationalen Dimensionen angrenzend an die historische Altstadt, eingeweiht. Auftraggeber war die Kongresshaus-Bau-GesmbH, Planer die Architekten Marschalek, Ladstätter, Gantar, Prachensky und Heiss.

Die Bergiselschanze wurde 2001 nach einem Entwurf der irakischen Architektin Zaha Hadid neu gebaut.

Der französische Architekt Dominique Perrault plante die Innsbrucker Rathaus-Galerien.

2006 wurde die 1928 eröffnete Nordkettenbahn, von den jetzigen Betreibern zwischenzeitlich Nordpark benannt, nach nicht einmal zwei Jahren Bauzeit neu eröffnet. Die 1906 eröffnete Hungerburgbahn, die den Stadtteil Saggen mit der Hungerburg verband, wurde ebenfalls durch einen Neubau ersetzt, der am 1. Dezember 2007 eröffnet wurde. Die Talstation liegt nun am Kongresshaus. Die vier Stationen sowie die Brücke über den Inn wurden nach Entwürfen der Architektin Zaha Hadid errichtet. Von David Chipperfield geplant, wurde 2010 das Kaufhaus Tyrol in der Maria-Theresien-Straße eröffnet.

Religionen

Katholische Kirche

Innsbruck ist Sitz einer römisch-katholischen Diözese, die den westlichen und mittleren Teil von Tirol bis zum Fluss Ziller sowie Osttirol umfasst. Das Bistum wurde am 6. September 1964 als Diözese Innsbruck-Feldkirch durch Papst Paul VI. errichtet. Bereits am 8. Dezember 1968 erfolgte die Teilung in ein Bistum Innsbruck und ein Bistum Feldkirch. Zuvor war Innsbruck Teil der Diözese Brixen. Rund 70 % der Innsbrucker Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Kirche an. Innsbruck ist der Sitz einer bekannten römisch-katholischen Theologischen Universität, an der Persönlichkeiten wie die Jesuitenpatres Petrus Canisius oder Karl Rahner lehrten.

Evangelische Kirche

Innsbruck übernahm 2005 von Salzburg die Rolle als Sitz der seit 1966 bestehenden Diözese Salzburg und Tirol. Amtierende Superintendentin ist zurzeit Luise Müller. Die Evangelischen Pfarrkirchen in der Tiroler Landeshauptstadt sind Innsbruck Christuskirche und Innsbruck Auferstehungskirche, wobei die Christuskirche mehr Mitglieder zählt. Grenze der Gemeinden ist der Fluss Sill, wobei alle nördlich wohnhaften Gemeindemitglieder der Christuskirche angehören und alle südlich wohnhaften der Auferstehungskirche zugewiesen werden.

Orthodoxe Kirche

Auf Innsbrucker Stadtgebiet leben über 4.000 orthodoxe Christen. Seit 1992 gibt es eine serbisch-orthodoxe Gemeinde für Tirol mit Sitz in Innsbruck. Diese ging aus der 1974 gegründeten Kirchengemeinde für Salzburg, Tirol und Vorarlberg hervor. Die Gottesdienste der serbisch-orthodoxen Gemeinde werden in der Kapelle der Siebererschule im Stadtteil Saggen gefeiert.[8]

Jüdische Religion

Innsbruck ist Sitz der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg mit Standort der Synagoge in der Sillgasse.

Muslimische Religion

Moslems stehen sechs Kulturzentren in einzelnen Stadtteilen zur Verfügung.

Darüber hinaus finden sich im Stadtgebiet Andachtsstätten anderer Religionsgemeinschaften Mormonen (in Amras).

 

Innsbruck
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Statutarstadt
Kfz-Kennzeichen:
Fläche: 104,91 km²
Koordinaten: 47° 16′ N, 11° 24′ OKoordinaten: 47° 16′ 2″ N, 11° 23′ 34″ O (Karte)
Höhe: 574 m ü. A.
Einwohner: 121.329 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 1.156,51 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 6010–6080
Vorwahl: 0512
Gemeindekennziffer: 7 01 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Maria-Theresien-Straße 18
6020 Innsbruck
Website: www.innsbruck.at
Politik
Bürgermeisterin: Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck)
Gemeinderat:
(40 Mitglieder)
9 Für Innsbruck,
6 SPÖ,
8 Grüne,
9 ÖVP,
3 Rudi Federspiel,
3 FPÖ,
1 Tiroler Seniorenbund,
1 Piraten Partei Tirol

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